Focus Drone von Silverlit – Durchstarten oder doch am Boden bleiben

JosefVeröffentlicht von

Wie kommt es zu diesem Test?

Letztes Jahr hatten Claus von Blog4Men und ich ein Gespräch über Drohen und sie generell zwar sehr interessant aber teilweise auch sehr teuer sind. Claus hatte aber gemeint, dass es bei Aldi Nord eine Drohne für unter 50 € gibt und für den Preis sehr interessant wäre.

Ich war angetan von der Idee und es hat sich gleich ein „Will-haben-Gefühl“ eingestellt. Es wurden nun Gründe dafür und dagegen abgewogen. Contra: für diesen Preis kann man ja nix Besonderes erwarten. Pro: Das es die Drohne nur bei Aldi Nord gab und wir in Bayern nur Aldi Süd haben, kann man sie evtl. bei Nichtgefallen irgendwie bei geringen Wertverlust ja wieder weiterbringen.

Ja das war für mich alles so hin und her. Soll ich oder nicht. Da kam mir der Gedanke, dass ich ja mit dem Haus bauen begonnen hatte und ein paar „Luftaufnahmen“ beim Baufortschritt ganz cool wären. Gesagt, getan. Die Pro Seite überwog! 🙂

Claus übernahm freundlicherweise die notwendigen logistischen Schritte, so dass er und ich ein paar Wochen später jeweils eine Drohne in der Hand halten konnte. (Vielleicht kommt von ihm noch eine Rezession oder ein Kommentar dazu).

Der Test

Aber nun zur Focus Drone von Silverlit. Die Verpackung ist schön bunt und erinnert an ein Spielzeug für Kinder (Was es ja natürlich ist!! ;-))

 

Im Lieferumfang sind die Drohne, die Fernbedienung, ein USB-Ladekabel für den Akku (Achtung kein Netzteil), Ersatzrotoren mit Schrauben, ein Schraubendreher und die Bedienungsanleitung enthalten.

So! Als erstes Drohne aufladen!! Bedienungsanleitung  braucht man(n) ja nicht, also die Suche nach der Ladebuchse beginnt. Drohe umgedreht und siehe da nur die Kamera. Dann doch mal einen kurzen Blick in die Anleitung riskiert und festgestellt, dass der Akku unter der Kamera im Gehäuse der Drohen sitzt. Und man eine Klappe auf er die Kamera befestigt ist nach unten öffnen kann. Beim Öffnen hat man jedoch den Eindruck als würde es jeden Moment abbrechen.

 

Nun den Akku abstecken, ausbauen und an das mitgelieferte USB-Ladegerät zum Beispiel an einem USB-Port am PC anstecken. Wenn die vollständige Ladung erreicht ist, leuchtet am USB-Ladekabel eine rote LED. Den Akku wieder in die Drohne gebastelt, Deckel zu und es kann los gehen. Man schaltet sie etwas oberhalb der Klappe für den Akku über einen Schiebeschalter ein. Nun blinken an zwei „Armen“ der Drohne grüne und an den Anderen weiße LED´s. Dies signalisiert, dass sie nun bereit zum Verbinden mit der Fernsteuerung ist.

Diese nun ebenfalls eingeschaltet und wie es in der Beschreibung steht den Hebel für Auf- und Absteigen einmal nach ganz oben und ganz unten bewegen. Jetzt ist die Drohen gekoppelt und bereit zum abheben.

Die ersten Flugversuche waren noch etwas holprig. Da man die Focus Drone erst noch etwas Kalibrieren muss. Dies geschieht über ein paar Schiebeschalter an der Fernbedienung. Hier kann man ein leichtes Ziehen nach vorne, nach hinten, zur Seite, etc. korrigieren. So dass sie zum Schluss „relativ ruhig“ in der Luft schwebt. Im Haus ist das fliegen sehr einfach, wenn sie nicht gerade wieder eigenständig nach links oder rechts, trotz Kalibrierung, „will“. Dann ist es sehr schwierig gerade in engeren Räumen ohne Kollision lange durchzuhalten.

Nach einigen Flugstunden Zuhause, wollte ich natürlich die ersten Luftaufnahmen meiner Baustelle erfassen. Also Drohen aufgeladen, ins Auto gepackt und zum künftigen Haus gefahren.

Eine Kurze Info zur Kamera. Diese ist wie bereits erwähnt an der Unterseite der Drohne befestigt. Eine MicroSD-Karte dient zur Speicherung der Videos mit einer Auflösung von 640×480 Pixel. Ein Live-View oder eine dazugehörige App fürs Handy gibt es nicht. Man kann die Kamerafront noch etwas nach oben oder unten neigen, so dass man den Aufnahmewinkel etwas beeinflussen kann.

Während des Fluges kann man über eine Taste an der Fernbedienung die Aufnahme der Kamera starten und auch wieder beenden.

Also ein paar Flugversuche und schon kamen die ersten Videos auf die Speicherkarten. Für mich war es aber enorm schwierig die Drohen in der Luft ruhig zu halten, vor allem mit zunehmender Flughöhe. Ich weiß es nicht, ob es immer am leichten Wind lag, aber regelmäßige Abstürze waren an der Tagesordnung. Da sie teilweise recht grob nach links oder rechts zog. Ich habe es auch an weiteren Tagen getestet, mit den selben Ergebnis. Dadurch werde ich sie wohl nur in Innenräumen verwenden, oder wenn es wirklich komplett windstill ist und dann auch nur in geringer Höhe. Diese Instabilität kann natürlich dem geringen Gewicht und/oder an der fehlenden GPS-Positionierung liegen.

Durch das ständige korrigieren während des Fluges, werden die Aufnahmen sehr verwackelt und durch die etwas niedrige Auflösung etwas unscharf. Hier ein paar Screenshot´s meiner Video´s:

Fazit

Mein Fazit ist trotzdem positiv, da man für einen Preis von unter 50€ keine Profidrohne erwarten kann und darf. Trotz der schwächen in der Flugstabilität und der etwas geringen Kameraauflösung ist sie für den gelegentlichen Ausflug für mich ausreichend.

Wer sich für diese Drohen interessiert und sie evtl. kaufen möchte, kann dies über folgenden Link tun:

 

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