Ein Adventskalender für Männer (Achtung Alkohol!)

ClausVeröffentlicht von

Es war kurz vor Beginn der Adventszeit und überall stapelten sich die Adventskalender in den Regalen der Supermärkte. Aber jetzt mal ehrlich, so richtig männlich sind die Dinger ja nicht gerade. Gefüllt mit niedlichen Gesichtern von Schokonikoläusen oder kleinen süßen Engelsflügeln, sind diese Dinger wohl eher für die kleinen Männer gedacht und damit meine ich nicht eure Männlichkeit 🙂

Also wie dem auch sei, einen Adventskalender für Männer habe ich noch nicht gefunden. Höchstens vielleicht bedruckt mit dem Cover einer alten Playboyausgabe. Doch was findet man hinter dem ersten Türchen…einen scheiss Schokoengel oder war bei euch schonmal ein Akkuschrauber drin?Was bietet sich also an um das Warten auf die Ryobi Rotationskanone zu verkürzen? Richtig, ein Bieradventskalender! Jetzt könnt ihr euch entweder einen fertig zusammengestellten, bereits schön verpackten und mit Türchen zum aufreißen versehenen Bieradventskalender beim Händler eures Vertrauens besorgen oder ihr seid Männer und macht daraus ein Projekt.

Also Termin am Stammtisch vereinbart und ab nach Pfaffenhofen ins Sulzberger Bierhaus. Arne hat diesen sagenumwobenen Ort ja bereits hier in einer seiner Märchengeschichten erwähnt. 🙂

Hört sich vielleicht an wie eine Gaststätte ist aber ein Getränkemarkt, wenn auch mit erstaunlich breitem Sortiment. Der Inhaber wirbt mit 99 Brauereien und ca. 800 Biersorten. Die Auswahl erstreckt sich von Hellem (damit meine ich das klassische “Helle” hier in Bayern) über Weizen, Dunkles, Bock, Märzen,…bis hin zu Craft Beer aus aller Welt. Letzterer Kategorie hat man(n) dort einen eigenen, wenn auch kleinen, Raum gewidmet. Die Auswahl im sogenannten “Stüberl” kann meiner Meinung nach durchaus mit den spezialisierten Craft Beer Läden mithalten, welche in größeren Städten überall aus dem Boden sprießen.

Die Beratung war sehr ausführlich und der Chef konnte zu jedem Bier eine geschmackliche Orientierung geben. Die ganze Atmosphäre war überhaupt sehr heimelig, was zum Teil sicher auch an den meterhoch aufgetürmten Bierkästen gelegen haben kann. Die Gänge waren systematisch nach Biersorten gegliedert und somit für den Orientierungssinn von Männern optimiert. Dieser ist eben, wie jeder weiß, für weite Flächen und Ebenen in freier Wildbahn geschaffen. Wer’s nicht glaubt, hier könnt ihr Genaueres nachlesen.

Der Vorteil der Kombination von Craft Beer und klassischen Biersorten liegt auf der Hand. Ihr könnt euch zusätzlich zum Adventskalender gleich noch einen Kasten Gutmann Weizenbock für zwischendurch besorgen. Falls es jemand interessiert, dort gibts natürlich auch so Zeug wie Wasser und Co.

Zurück zu den wichtigen Dingen. Preislich liegen die Craft Biere natürlich deutlich über den Flaschenpreisen der großen Brauereien. Wenn man aber hin und wieder ein Riedenburger Doldensud oder eine Schneider Weisse in den Kalender mischt, bekommt Mann für ca. 50 EUR einen Adventskalender der geschmacklich seines Gleichen sucht. Vergleicht das mal mit einem scheiss Schokoengel. Ok, ein Adventskalender voll mit Akkuschraubern und anderem nützlichen Werkzeug wäre sicher auch toll aber was macht Mann dann mit 24 Flaschen köstlichem Bier am heilig Abend? Richtig…Trinken!

Also dann Prost und ein gutes neues Jahr allerseits.

Euer Claus

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