Die Großen wollen beim Craft Beer mitspielen. Haben sie die Eier?

ArneVeröffentlicht von

Ich bin nun ja auch kein Fachmann was Craftbeer angeht, doch genauso wie Christian kann ich sagen, ob mir ein Bier schmeckt. Ich bin auch recht experimentierfreudig. Ich kaufe gerne mal ein unbekanntes Bier und lasse mich überraschen. Deswegen war ich auch recht überrascht, als Becks plötzlich vor einigen Jahren das „Pale Ale“, „Red Ale“, „Amber Lager“ und „1873 Pils“ auf den jungfräulichen deutschen Markt geschmissen hat. Doch die Vorfreude vor dem ersten Schluck war größer als der anschließende Genuss. Mich hat insbesondere das „Pale Ale“ interessiert, da ich als Norddeutscher auf sehr stark gehopfte Biere stehe. Doch in diesem Fall hat das Bier den Hopfen solange gesehen, wie der ahnungslose Zuschauer die Erbse bei einem Hütchenspiel. Sprich, gaaaaanz leicht mehr gehopft. Um es mit Homer Simpsons Worten zu sagen:“Laaaaaaangweilig!“

Meine Stimmung diesbezüglich besserte sich erst, als diverse auf Craft Beer spezialisierte Läden in mein Leben getreten sind. Als positiv stellten sich da der Magdeburger Getränkefeinkost und das Sulzberger Bierhaus in Pfaffenhofen heraus. Beim Letzteren haben wir Ende November einen blog4men-Ausflug gemacht und uns einen Adventskalender zusammengestellt. Doch dieser Ausflug dürfte einen getrennten Eintrag füllen. Claus und Josef … ich gucke da in eure Richtung! 😉

Besänftigt und verwöhnt von diesen Bier Spezialisten leistete ich mir hier und da ein India Pale Ale und auch komplett unbekannt Bierkreationen. Lecker…. und leider auch recht teuer. Eine Flasche kostete selten weniger als 2.-; eher um die 3.- für 0,33 l. Dies ist wohl auch der Grund, warum Pils und Helles weiterhin zu unseren Grundnahrungsmittel zählen.

Nichtsahnend und auch nichtserwartend schlenderte ich durch einen Magdeburger Edeka. Angezogen wie die Motten vom Licht flatterte ich Richtung Bierabteilung und meine bessere Hälfte mit der gleichen Motivation Richtung Kaffeesortiment. Und siehe da: Köstritzer hat ein Pale Ale (und auch andere neue Kreationen). Köstritzer bündelt dieses Pale Ale zusammen mit dem Red Lager zu einem 4er Träger (je 2 x 0.5 l) für 4,99.-. Das nenne ich mal Kampfansage. Gekauft. Aber dieses Angebot hatte natürlich ein paar Haken. Das Pale Ale habe ich noch nicht einzeln oder in ganzen Kisten gesehen (soll es aber geben). Diese Köstritzer Pale Ale / Red Lager Promotion-Gebinde sind so selten wie ein Verkäufer im Baumarkt. Mit Glück steht man plötzlich davor. Das Red Lager ist nicht ganz mein Ding – ein Tick zu malzig und zu wenig herb. Nun ja, mit gefangen mit gehangen bzw. getrunken. Aber verkommen tut bei mir ja nichts. Dann probierte ich das Pale Ale und muss sagen: „Cojones!“ Köstritzer hat Eier. Da kann sich Becks mal ein Scheibe abschneiden. Sehr herb und fruchtig mit Craft Beer (IPA) typischen 7%(Vol.). Und für 1,25.- pro 0.5 l verdient es mein blog4men-Preis-Leistungs-Siegel.  Wie gerade schon erwähnt, ist dieses Bier schwer zu bekommen.

Schreibt mir bitte in die Kommentare, wenn ihr dieses Bier in Bayern irgendwo gefunden habt.

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