Whisky Krüger – Ein norddeutsches Museum mit gewissen Vorzügen

ArneVeröffentlicht von

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„Und es geschah also, dass zu jener Zeit des Jahres alle Söhne und Töchter an die Stätten ihrer Geburt zurückkehrten, damit sie die IT-Probleme ihrer Eltern richteten.“ tja, wer kennt diesen Satz aus dem brandneuesten Testament nicht?! Mich hat es auch erwischt. Nachdem die IT-Sorgen der Schwiegereltern schnellstmöglich gelöst waren, konnte ich mich dem Vorschlag meines Schwiegervaters widmen: ein Besuch im Whisky Museum zu Heiligabend. Natürlich habe ich gehofft, dass man da auch ein bisschen was “testen“ kann, aber das man so eine Auswahl mitten im Nirgendwo haben würde, hätte ich nicht gedacht. Aber fangen wir von vorne an.

Im hohen Norden zwischen Rendsburg und Eckernförde an der B206 in Holzbunge liegt das Whisky Museum, welches im Obergeschoss eine beeindruckende Sammlung von diversen Whiskys aus allerhand Ländern zur Schau stellt. Von Fälschungen über 100 Jahre alten Whiskys bis hin zu Modellautos, die mit „Sprit“ gefüllt sind-alles dabei. (Wie wohl so ein 100 Jahre alter Tropfen mit River-Cola schmeckt? Ich denke, das ist ein Rätsel, was nie gelöst werden wird.) Wir wurden persönlich von einem der beiden Chefs, Jens Nielsen, geführt und er wußte auch auf alle Fragen die passende Antwort. Aber auch sonst hat er sich das blog4men-Qualitätssiegel verdient: sehr eloquent, sympathisch und nie langweilig. Aber was noch wichtiger ist: er hat freiwillig immer wieder Whisky im mein Probeglas geschenkt. Top Mann! Es war zwar nur immer ein kleiner Schluck, doch bei 12 Proben kommt so auch ganz schön was zusammen.

Da diese Verkostung im Erdgeschoss im Store statt fand, konnte man sich gleichzeitig die Favoriten schon mal zur Seite stellen. Natürlich konnte ich nicht gehen ohne die „Eigenmarke“ anzutesten. Whisky Krüger hat in Schottland Whiskyfässer lagern, dessen Inhalt sie sozusagen als „Hausmarke“ verkaufen. Zum Glück haben sie auch 0,35 l Flaschen, sonst wäre ich ein halbes Vermögen losgeworden. Denn wir Männer machen ja keine halben Sachen, nicht wahr? 😉 Deswegen gab es für mich eine Faßabfüllung mit >60%. Welch Geschmacksexplosion! Meine bessere Hälfte hat sich einen Tropfen ausgesucht, für dessen Herstellung mit Sicherheit der Torf der Fläche des Saarlandes (offizielle Pro7-Maßeinheit 😉 ) verwendet wurde. Schon krass torfig… aber irgendwie auch lecker. Des Weiteren habe ich mich auch für einen japanischen Whisky und für etwas Süßes für den weiblichen Besuch. 🙂

(meine Ausbeute)

Es empfiehlt sich auf jeden Fall einen Fahrer mitzunehmen. Diese bemitleidenswerte Person kann man sehr gut im Café parken, wo es Kuchen gibt… und 250 offene Whiskys. Auch wenn man erstmal über die Preise stolpert, muss man sich im Klaren sein, dass man sonst kaum die Möglichkeit bekommt, einen 25 Jahre alten Tropfen zu probieren ohne sich selber eine Flasche zu kaufen/ersteigern, öffnen und ärgern, dass man gerade anfängt den Gegenwert eines iPhones zu vernichten.

Ich habe gerade schon im vorangegangenen Absatz „ersteigern“ erwähnt. Die Herren von Whisky Krüger haben ein Auktionshaus, bei dem man online die edelsten Tropfen ersteigern kann. Ich habe gerade mal eine flüchtigen Blick darauf geworfen und könnte mir vorstellen noch einen Whisky aus meinem Geburtsjahr für unter 1000.- zu ersteigern. Das wäre doch eventuell mal was… naja, vielleicht dann doch lieber das neue iPhone…

oder was meint ihr? Ist Whisky vielleicht doch eine bessere Anlageform als Aktien oder das Sparbuch? Schreibt uns doch dazu eure Meinung in die Kommentare.

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